onestoneblog

Ernsthafter Spass – Serious Fun

Archiv für die Kategorie “Hörenswert”

Musiktipp: Chilling Emma

Kurz bevor ich auf die Bühne des Lebens geworfen wurde, entstand der Song „Emma“ –  auch bekannt als „Emma, Emmaline“ oder „Emmeline“. Er wurde von Errol Brown und Tony Wilson geschrieben und wurde von der britischen Soul-Band Hot Chocolate 1974 durchaus erfolgreich (Platz 3 der UK Singlecharts und Platz 8 in den Vereinigten Staaten) rausgebracht.

Die Band Earth Quake hat eine Coverversion für ein 1977 erschienenes Album aufgenommen und die Oil Tasters haben 1982 auch eine (IMHO schreckliche) Version eingespielt.

Interessant wird die Angelegenheit im Jahr 1983, als die Sisters of Mercy den Song in ihr Live-Repertoire aufnahmen und 1988 eine Studioversion als B-Seite der Single „Dominion“ veröffentlichten. Hier die schon regemasterte Version von 2017.

Dann gibts noch eine Version von Urge Overkill aus 1990.

Und während dieser Blog von der Sommerpause nahtlos in einen Dornröschenschlaf übergegangen ist (vor mittlerweile fast 4 Jahren!), ist mir ein genialer Remix von Project Kiss Kass – über dieses Remixprojekt hab ich leider keine Infos gefunden, vielleicht kann ein(e) Leser(in) weiterhelfen – untergekommen, den ich hier präsentieren und den Blog damit schön langsam wieder wachküssen möchte:

Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich auch den Sisters of Mercy KissKass-Megamix reinziehen, viel Spass.

Quellen: Wikipedia, Youtube

Advertisements

Nostalgie: C64 SID Musik – Experimentelle Website

Wem es bisher wie mir zu aufwändig war, mühsam SID-Perlen im Web zusammenzusuchen und einen Emulator anzuwerfen, um zwischendurch mal ein Musikstück im unverwechselbaren C=64 Sound zu genießen, der kann ja mal TinyJsSid ansurfen. Basiert auf der Web Audio API und funktioniert derzeit nur in Opera Next, Chrome und der Nightly-Fassung von Firefox 26.

Mit Dank an die c’t Redaktion, die diese Site gefunden hat.

Nachtrag: Mir ist aufgefallen, dass ich das SID (Sound Interface Device) in meinem Historie-Artikel gar nicht erwähnt habe, deshalb folgt an dieser Stelle eine kurze Beschreibung.

Quelle: Wikimedia Commons

Quelle: Wikimedia Commons

Dieser von MOS Technology gefertigte Chip war neben dem C64 auch in den Commodore VC10, C128 und in den CBM-II Rechnern für die Ton- und Geräuscherzeugung zuständig und galt als bester Soundchip der 8-Bit Generation. Durch die Kombination von analogen und digitalen Schaltkreisen und viele Einstellmöglichkeiten erreichte er die Klangfülle eines einfachen Synthesizers.

Detailliertere Informationen zum Funktionsumfang des SID sind hier zu finden.

Da wie bereits an anderer Stelle erwähnt mein eigener C=64 auf dem Dachboden eingemottet ist, kann ich folgendes nicht mit absoluter Sicherheit sagen, jedenfalls wurde laut C64-Wiki der MOS 6581 nur im Ur-Brotkastenmodell verbaut und in den späteren Modellen (also auch meinem C-Modell) der Nachfolgechip MOS 8580, welcher den Nachteil geänderter Filterbausteine hatte, wodurch digitale Samples nur noch sehr leise wiedergegeben wurden, dieses Problem konnte man mit einem Hardware-Fix (330kΩ Widerstand zwischen Pin 26 und Pin 14 verlöten) jedoch umgehen.

Falls jemand jetzt Lust bekommen hat, tiefer in die Materie einzusteigen, dem empfehle ich an dieser Stelle noch den von Chris Hülsbeck (er ist quasi ein Sound-Guru der C64-Ära) programmierten Soundmonitor aus dem Jahr 1986, ein Tool zur SID-Programmierung.

Beitragsnavigation